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17.6.2008 von milan.

Einige Anmerkungen zur aktuellen Debatte um die EU-Verfassung, die nicht ganz von der Hand zu weisen sind:
Gefunden auf dem blog von Kristian Köhntopp
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2.3.2008 von milan.

Das offene Tor
Es gibt viele Wege zum Glück, doch nur ein einziges Tor, durch das wir schreiten können, um auf die verschiedenen Wege zu gelangen: Es ist das Tor zu unserem eigenen Inneren. Es gibt den Blick frei auf unser Hoffen, unsere Wünsche, unsere Freude und unsere Lust, aber auch auf unsere Angst zu versagen, auf Wut, Trauer und Zweifel. Dis alles ist ein Teil von uns. Wir lassen uns oft durch unsere Sinne verführen. Das, was wir on und über andere hören, was wir sehen und zu sehen bekommen, was wir riechen, schmecken, fühlen hat einen Einfluss darauf, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen und beurteilen.
Unsere Seele aber, dieser unfassbare, nicht materielle Teil in uns, gibt sich damit nicht zufrieden. Sie will mehr. Sie will den Dingen auf den Grund gehen. Sie glaubt den Werbebotschaften der schönen, perfekten Welt nicht. Sie widersteht dem Drang, alles mit einem strahlenden Lächeln meistern zu müssen: Familie, Karriere, die jährliche Steigerung der Gewinnerwartung, soziale Verpflichtungen, Optimierungsprozesse. Sie verspürt in sich Sehnsucht. Sie will wissen, was hinter dem schönen Schein liegt. Für sie ist Glück an keinerlei Zweck gebunden, sondern es ist eine allmähliche Vervollkommnung dessen, was in uns ist.
Aus: Wo das Glück zu Hause ist. Text Elke Bader, Bilder Thomas Kinkade
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10.12.2007 von milan.
Frankfurt am Main: Aung So Mang*, eine junge Lehrerin, vor politischer Verfolgung aus Birma geflohen, landet auf dem Frankfurter Flughafen und beantragt Asyl. Kurz darauf hält sie die Entscheidung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in den Händen.
Der Wortlaut:
Birma zähle
“… zu den repressivsten Staaten weltweit. (…) Dies ist der Bevölkerung hinreichend bekannt. Vor diesem Hintergrund ist kaum anzunehmen, dass es die Antragstellerin gewagt haben sollte, sich auf einer offensichtlich nicht erlaubten Versammlung öffentlich derart in regimefeindlicher Weise zu äußern.”
Mit dieser Unterstellung wird das Asylgesuch der jungen Frau abgelehnt. Nun droht ihr die Abschiebung.
Für deutsche Beamte ist es anscheinend immer noch unvorstellbar, dass sich Menschen mutig für eine bessere, freie Gesellschaft einsetzen. Stattdessen projizieren sie ihre eigene Kleinmütigkeit auf diese Menschen, unterstellen Lüge und Betrug und liefern sie ihren Verfolgern aus. Tragisch für Verfolgten, die hier um Hilfe ersuchen. Aber auch “armes Deutschland”!
*Name zum Schutz der Betroffenen geändert
(Quelle: Info von ProAsyl)
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19.9.2007 von milan.
Der stellvertretende Justizminister der USA, Thomas Bernett hat das Luxemburger Urteil gegen Microsoft kritisiert.
Das sei ihm nicht verübelt. Ich finde auch er hat ein Recht auf freie Meinungsäußerung. Sehr verwunderlich finde ich allerdings die Begründungen, die er als stellvertr. Justizminister (!) vorbringt: die Entscheidung beeinträchtige Innovationen und wirke abschreckend für den Wettbewerb.
Von einem Vertreter der Justizbehörde hätte ich rechtliche Überlegungen erwartet und keine wirtschaftlichen. Mir zeigt das, wo hier die Prioritäten liegen: Ob das Urteil gesetzeskonform ist, scheint gar nicht so wichtig, aber wenn die (eigene!) Wirtschaft beeinträchtigt sein könnte, dann hebt das große Jammern an.
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1.9.2007 von milan.
Ich bin ja grundsätzlich sehr skeptisch gegenüber zentralistischer Organisation. Aber manchmal denke ich, dass es doch auch so seine Vorzüge hätte …

Zwei Sandfrachter: Der eine fährt gen Norden, der andere mit gleicher Fracht gen Süden. Ob man das nicht hätte besser koordinieren können?!
(Fotografiert am Rhein, Höhe Köln-Porz)
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10.8.2007 von milan.

Bahnchef Hartmut Mehdorn nannte die GDL-Forderungen von 31 Prozent mehr Lohn «irrwitzig». So weit so gut, das kann man ja vielleicht noch nachvollziehen. Aber das aus dem Munde eines Mannes, dessen Bezüge im letzten Jahr um 62 Prozent erhöht wurden.
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Seit dem Amtsantritt von Hartmut Mehdorn sind die Bezüge für die acht Vorstandsmitglieder um 400 Prozent gestiegen, in den Jahren 1999 bis 2005 laut Geschäftsbericht von 3,679 Millionen Euro auf 14,693 Millionen Euro.
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Da fragt man sich doch schon, wer da den Realitätsbezug verloren hat …
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10.7.2007 von milan.
Als “Denkanstoß” hat Angela Merkel die neuesten Vorschläge unseres Innenministers zur Terrorbekämpfung (z.B. gezielte Tötungen) bezeichnet. Es dürfe weder Denkverbote und Denkblockaden geben.
Wer will schon “Denkverbote”? Und genau - wozu sollten “Denkblockaden” gut sein?
ABER folgende Lehre aus dem Talmud sei auch dabei “bedacht”:
“Achte auf deine Gedanken,
denn sie werden Worte.Achte auf deine Worte,
denn sie werden Handlungen.Achte auf deine Handlungen,
denn sie werden Gewohnheiten.Achte auf deine Gewohnheiten,
denn sie werden dein Charakter.Achte auf deinen Charakter,
denn er wird dein Schicksal.”.
Welchen “Charakter” wird eine Bundesrepublik Deutschland bekommen, wenn die gezielte Hinrichtung von Menschen legal wird?
Und was wird ihr Schicksal sein??
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16.6.2007 von milan.
Gestern hat die UN-Generalversammlung den 2. Oktober - Gandhis Geburtstag - zum Internationalen Tag der Gewaltfreiheit erklärt.
Es kann ja nicht schaden, dass es jetzt auch für die Gewaltfreiheit einen speziellen Tag gibt. Und Gandhis Geburtstag ist dafür sicher nicht die schlechteste Wahl.
Bei Wikipedia findet sich ein guter Überblick zum Leben und Wirken von Mohandas Karamchand Gandhi. Der Ehrenname Mahatma - große Seele - stammt übrigens von dem indischen Philosophen Rabindranath Tagore.
Abgesehen davon, dass am gleichen Tag auch der Komiker Groucho Marx Geburtstag hat (*1890), gab es an verschiedenen 2. Oktobern noch weitere Ereignisse, die zeigen, dass wir nicht nur einen Tag, sondern dringend eine ganze Ära oder eine Kultur der Gewaltfreiheit brauchen. Hier nur eine kleine Auswahl:
2. 10. 1954: Auf der Londoner Außenministerkonferenz wird die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland und die Aufnahme in die NATO beschlossen.
2.10. 1968: Beim Massaker von Tlatelolco werden Hunderte von protestierenden Studenten vom mexikanischen Militär erschossen.
2.10. 2001: Nach den Terroranschlägen vom 11. September wird in Brüssel erstmalig der Bündnisfall für die NATO ausgerufen. (Quelle: wikipedia.de)
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5.1.2007 von milan.
Viele Menschen können nicht verstehen, dass wir immer noch keine Spülmaschine haben. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Ich spüle gern. Spülen kann eine sehr schöne Tätigkeit sein, die sich sehr vielfältig gestalten läßt.
Vorher:

Nachher:

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